Mein Jahresrückblick 2021: Und es hat Zoom gemacht

Von Zoom-Calls, Digitalisierung und unserem Weg in die Freiheit

In den letzten Monaten ist so viel Transformation passiert – beruflich wie persönlich – dass ich dieses 2021 in meinem Jahresrückblick feierlich zum „Jahr des Phönix“ ernenne. Halleluja – sag ich da!

Alte Glaubenssätze, Selbstzweifel und Sorgen verbrannten. Dafür erheben sich langsam – aus der Asche – neue Ideen und Lebenskonzepte.

Die Bereitschaft von vielen Menschen via Zoom-Calls oder anderen digitalen Plattformen Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen, boten für mich eine echte Chance, meine Profession bundesweit zu skalieren. Dafür bin ich sehr dankbar. Sowie für jeden Menschen, mit dem ich auf diesem Weg von Kellenhusen an der Ostsee bis zum Bodensee kommunizieren darf.

Durch die allgemein rasch voranschreitende Digitalisierung durfte ich dieses Jahr mein Business sozusagen auf einer ganz neuen Startbahn ausrichten.

Na gut, so neu war sie wohl nicht. Sagen wir lieber, ich konnte die Startbahn ordentlich entrümpeln und reinigen. Dazu zählte die absolute Klarheit über meine Stärken und was mir im Leben wichtig ist.

Ich tick so – und du? HBDI-Offenbarungen mit Yasmin Da Costa

Bereits Ende letzten Jahres gönnte ich mir eine HBDI®-Session mit Yasmin Da Costa. In dieser Auswertung wurde offensichtlich, weshalb ich in der Vergangenheit für eine glorreiche Karriere als Rechnungsprüferin wohl eher ungeeignet war.

Und weißt du was? Das ist überhaupt nicht schlimm.

Denn wahre Stärke ist, den Mut zu haben, zum richtigen Zeitpunkt Schwäche zu zeigen. Und sich für die Bereiche, in denen man etwas Luft nach oben zu haben scheint, einfach Hilfe zu suchen.

In meinem Fall bedeutete dies – unter anderem – meine Zahlen in den Griff zu bekommen. Mit Unterstützung von Annick Weikert habe ich in kürzester Zeit meine Buchhaltung digitalisiert und jetzt alles im Blick. Ich versinke inzwischen (fast) nicht mehr in meinem Ablage-System. Was an sich schon echt herausfordernd war, in Anbetracht der Sachlage, dass wir in der zweiten Jahreshälfte viel zwischen Rumänien und Deutschland hin- und herpendelten. Und ich sozusagen viel von nah und fern aus arbeitete…und ablegte…ordentlich…in diversen Taschen, Mappen, Schachteln und Koffern. Seufz.

Was ist denn eigentlich ein HBDI®? Ach so – klar: Das HBDI® – Herrmann Brain Dominance Instrument – erstellt ein Stärken-Schwächen-Profil deiner Denkweise. Dafür wird ein Vier-Quadranten-Modell verwendet, das die jeweiligen Denkstil-Präferenzen abbildet. Meine Stärken liegen im rot-gelben Bereich. Das bedeutet, dass meine Denkweise eine kreative, innovative und neugierige ist. Ich liebe es, Regeln zu hinterfragen – und ja, wenn notwendig auch zu übertreten. Ich bin emotional und rede gerne und viel. Aber noch lieber schreibe ich.

Die Kunst der richtigen Kommunikation liegt im gegenseitigen Verständnis. Eine Fähigkeit, die gerade heute dringender denn je notwendig wäre. Aus eigener Erfahrung kann ich jedem eine HBDI®-Analyse ans Herz legen. Beruflich wie persönlich stellt diese eine echte Bereicherung dar.

Seit Anfang dieses Jahres konzentriere ich mich ganz bewusst auf meine Leidenschaft: dem Schreiben. Dabei ist Letzteres ein kreativer Prozess, der sich nicht erzwingen lässt. #Schreibblockade

Texten bedeutet für mich wiederum schreiben mit Struktur, die man erlernen kann. Die Kunst besteht für mich darin, beides zu vereinen.

Im Schreiben finde ich genügend Zeit, um immer wieder an meinen Worten zu feilen, Papier ist geduldig und entspannt mich ganz einfach in meiner Wortfindung. Bis die Textarchitektur in Perfektion vor mir steht.

Okay – zugegeben dieser Blogartikel lackt an Meisterhaftigkeit – aber hey: Unperfekt perfekt ist etwas, was ich in diesem Jahr 2021 ebenfalls lernen durfte. 😉

Das bezieht sich im Übrigen auch auf das Mutter-Dasein.

Von Mom-Managern und anderen Kreaturen der Nacht

Insbesondere Mütter scheinen eine besondere Kraft zu besitzen, dass, wenn es der Umstand erfordert, der eigene Anspruch an, wie viele Stunden Schlaf für einen normalen, gesunden Menschen notwendig erscheinen, relativ geringgehalten werden kann.

In meiner persönlichen Erfahrung ist dies allerdings nur über einen gewissen Zeitraum haltbar. Denn auch Mamas sind Menschen mit begrenztem Kontingent an Energie und Geduld. #Newsflash

Vor zweieinhalb Jahren machte ich mich als freie Werbetexterin mit meiner eigenen Werbe- und Marketingagentur selbstständig. Da ich für meine kreative Arbeit allerdings vollen Fokus und Ruhe benötige, verlagerte ich meine Arbeit in die Nacht.

Die manchmal gar nicht so ruhig ist, wie man anzunehmen vermag. Pubertierende Nachteulen schwirren da herum und telefonieren stundenlang mit der ersten Freundin. Nachtaktive Grundschüler verschlingen im Geheimen gierig die ersten Bücher. Ganz nach dem Motto sehe ich dich nicht, kannst du mich auch nicht sehen. Nur das verräterische Kratzen der Seiten beim Umblättern reißen Mama aus Ihrer Arbeit. Nachdem endlich Ruhe einkehrt im Lager des Telefonisten und der Büchermaus, knallt der Nächste beim Schlafwandeln gegen die Tür, worauf der Jüngste erwacht und erneut gestillt werden möchte…

Anfang dieses Jahres beschloss ich in jedem Falle auf meine Nachtschichten zu verzichten. Gemeinsam stellten wir unseren Familien-Alltag so um, dass es auch mir möglich wurde, des Tags zu arbeiten. Was wirklich sehr empfehlenswert ist. Denn auch selbstständige Mom-Managerinnen brauchen etwas Schlaf. Und NEIN Schlaf wird NICHT überbewertet. Was für ein unglaublich saublöder Satz – den ich selbst über lange Zeit gepredigt habe!

Mehr Schlaf und eine allgemein ausgeglichener Work-Life-Balance zählten heuer sicherlich zu den besten Entscheidungen. Außerdem hatte ich somit wieder viel mehr Luft und Energie, um mich mit den Belangen meiner Kinder auseinanderzusetzen. UND meinen eigenen Außenauftritt grundsätzlich zu überarbeiten. Das war wirklich ein Erfolg für mich.

Ziele setzen und einfach machen…

Eine meiner letzten persönlichen Herausforderungen für 2021 war in die eigene Sichtbarkeit zu kommen. Und zwar ohne mich dabei verbiegen zu müssen. Das ist tatsächlich wahnsinnig herausfordernd für mich, da ich meinen eigenen Kunden seit Jahren genau das predige und mich selbst davor doch so scheute.

Bei näherer Betrachtung dieses Widerwillens analysierte ich für mich, dass ich immer das Gefühl hatte, in meiner Lebensgestaltung und in meinem beruflichen Tun nicht frei sein zu dürfen. Dafür verurteilt zu werden, was evtl. in einem gewissen Mangel an Selbstbewusstsein gründete.

Ich finde, dass das Leben einfach viel zu kurz ist, um sich vom Außen bestimmen zu lassen. Deshalb versuche ich mit meiner eigenen Art Menschen zu begeistern und in ihrer Kommunikation zu unterstützen. Auf einer sehr weibliche und emotionale Weise. Weil das einfach ich bin.

Ich liebe es, selbstständig zu sein und ortsunabhängig arbeiten und leben zu können. Auch für diese Errungenschaft in diesem Jahr bin ich unglaublich dankbar. Denn durch diese Möglichkeit können wir auch als Familie gemeinsam den Weg in ein selbstbestimmtes und freies Leben weitergehen.

Sneak-Peek: was erwartet mich 2022!

  • Ausbau meiner Website und Feinschliff meines neuen Logos. So als kleiner Baby-Light-Relaunch.
  • Regelmäßige Blog-Artikel: mindestens einen im Monat.
  • Gemeinsam mit meiner Tochter in die Sichtbarkeit zu gehen. Um die Welt da draußen ein bisschen zu inspirieren, was mit Kindern passieren kann, die sich frei entwickeln dürfen.
  • Mein Rumänisch zu verbessern und einen Perma-Kultur-Garten anlegen…
  • Mein Motto für 2022: do it now – sometimes later becomes never 😉